Frische Luft gegen die Corona-Pandemie: Raumklimamessung mit dem OPUS20 TCO

Covid-19 molecule

Über ein halbes Jahr hält Corona die Welt schon in Atem, und obwohl wir immer mehr über das SARS-CoV-2-Virus wissen, ist ein Impfstoff noch nicht in Sicht. Derweil rückt der Einfluss der Raumluft auf die Übertragung in den Fokus der Wissenschaft. Messgeräte zur Überwachung der Luftqualität, wie das Lufft OPUS20 TCO, könnten einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie leisten.

Sie messen den Anteil von Kohlenstoffen in der Umgebungsluft, vor allem von Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses atmen wir aus, nachdem unsere Lungen den Sauerstoff aus der Luft filtern und in den Blutkreislauf übergeben. Ein hoher CO2-Gehalt geht also mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt daher, der zu Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen führen kann. Wir kennen das als „schlechte Luft“. So weit, so bekannt.  

Die CO2-Konzentration ist aber auch ein Indikator dafür, wie viele Partikel sich in der Luft bewegen, die Erreger tragen könnten. Der Zusammenhang, den Wissenschaftler herstellen, lautet wie folgt: Je mehr CO2 in der Luft, desto länger wurde nicht mehr gelüftet, also desto „verbrauchter“ die Raumluft. Potenziell virentragende Partikel treten in einem gut ventilierten Raum deutlich seltener auf, daraus folgert Prof. Martin Krieger von der TU Berlin in einem Beitrag von ZDF heute: „Ich kann versuchen, das Risiko (einer Infektion) zu mindern, indem ich eine Luft mit einer geringen Aerosolkonzentration habe, also mit einem hohen Frischluftanteil.“ 

Berliner Wissenschaftler: Corona-Erreger schweben in der Luft

Riegel leitet das Berliner Hermann-Rietschel-Institut für Energietechnik und forscht dort mit seinem Team unter anderem an effizienter Ventilation in geschlossenen Räumen. In einem aktuellen Projekt untersuchen die Berliner Wissenschaftler, wie sich Tröpfchen und Aerosole bewegen und wie lange sie sich in der Luft halten, ehe sie zu Boden sinken.  

Tröpfchen und Aerosole unterscheiden sich vor allem durch ihre Größe. Tröpfchen haben einen Durchmesser von mehr als fünf Mikrometern, also 5/1000 mm. Damit sind sie größer und schwerer als Aerosole. Tröpfchen fallen schneller zu Boden und gelangen vor allem über die Schleimhäute in den Kreislauf. Aerosole hingegen halten sich länger in der Luft und gelangen wegen ihrer geringen Größe auch in die tieferen Atemwege.

Diagramm der CO2-Konzentration
Der OPUS20 TCO misst die CO2-Konzentration, hier ein typischer Verlauf vor und nach dem Lüftvorgang.

Covid-Infektion über Tröpfchen und Aerosole

Nach jetzigem Wissensstand wird das Corona-Virus zur Hälfte über Tröpfchen und Aerosole übertragen. In einer Phase, in der immer mehr Menschen aus dem Home-Office in die Betriebe zurückkehren und nach den Sommerferien auch der Unterricht in die Schulen, kann gute Ventilation in geschlossenen Räumen die Ausbreitung des Virus hemmen. 

Dabei helfen können Raumklima-Messgeräte wie der Datensammler Lufft OPUS20 TCO. „Der OPUS20 TCO misst den CO2-Gehalt in der Luft mit einem NDIR-Sensor“, sagt Frank Lehmann, Vertriebsingenieur bei Lufft und Experte für Raumklima-Anwendungen. „Das ist ein optisches Messverfahren. Das Gerät erkennt mithilfe einer Lichtquelle, dem nicht-dispersiven Infrarot-Sensor (NDIR), wie viele CO2-Partikel in der Luft schweben.“ Der Messbereich liegt zwischen 0 und 5000 ppm (parts per million), was die Anzahl der Kohlenstoff-Teilchen pro einer Million Teilchen angibt. „Normalerweise empfehlen wir, ab etwa 1000 ppm intensiv zu lüften“, sagt Lehmann. Das entspricht 0,1 % der Raumluft und markiert die so genannte Pettenkofer-Grenze, ab der sich die Raumluft merklich verschlechtert und Ermüdungserscheinungen auftreten.

Datenlogger OPUS20 TCO für CO2-Messung
Datenlogger OPUS20 TCO für verlässliche CO2-Messung in geschlossenen Räumen

OPUS20 schlägt Alarm bei schlechter Raumluft

Der OPUS20 TCO schlägt dann Alarm und erinnert ans Lüften. „Der Alarm lässt sich aber individuell konfigurieren und in Zeiten der Corona-Pandemie auf einen beliebigen, niedrigeren Wert einstellen“, erläutert Lehmann. Weil das Gerät sowohl mit Batterie als auch mit Netzteil betrieben werden kann, leistet es in jedem Raum seinen Dienst – allein in einem Tagungsraum oder im Verbund mit weiteren Geräten als Teil eines Netzwerks, zum Beispiel an Schulen. 

Die Wissenschaft lernt mit jedem Tag mehr über das Virus. Sicher ist, dass es uns noch eine ganze Weile begleiten wird. Bis dahin bleibt die Einhaltung dreier Grundregeln das wirksamste Mittel im Kampf gegen die Pandemie:  

  1. Abstand halten, 2. Schutzmaske tragen und Hände waschen, 3. Luftqualität überwachen und regelmäßig lüften.

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