Mit 70 Jahren so gefragt wie nie: DWD setzt auf Referenzsensoren von OTT HydroMet

In einem Alter, in dem Menschen üblicherweise den Ruhestand genießen, ist der Deutsche Wetterdienst so gefragt und so wichtig wie nie. Starkregen und Flutkatastrophen, Dürreperioden und Ernteausfälle, Waldbrände und Luftverschmutzung – Extremwetterereignisse, die wir früher oft nur aus dem Geschichtsunterricht oder der Auslandsberichterstattung kannten, suchen nun in immer kürzeren Abständen auch Deutschland und seine mitteleuropäischen Nachbarn heim.

Um diese Phänomene besser zu verstehen und im Idealfall vorhersagen zu können, ist ein starker und breit aufgestellter nationaler Wetterdienst in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern aus Wissenschaft und Industrie essenziell, mitunter überlebenswichtig.

Hochspezialisierte Observatorien

Als der DWD 1952 aus der Taufe gehoben wurde, betrug die Temperatur im deutschen Jahresmittelwert noch 7,9 °C. Seither ist er um rund zwei Grad gestiegen, seit 2014 lag er gar vier Mal im zweistelligen Bereich. Die meisten Klimawissenschaftler sind sich einig, dass die Erderwärmung mit der durch menschliche Einflüsse veränderten Zusammensetzung der Atmosphäre zusammenhängt. Die nötigen Daten für diese wichtige Forschung liefern hochspezialisierte Einrichtungen – wie das Meteorologische Observatorium Lindenberg (MOL-RAO).

Seit 1905, und somit noch deutlich länger als der DWD selbst, besteht das MOL-RAO an seinem Standort südöstlich von Berlin. Der in nun 117 Jahren kontinuierlich gesammelte Datenschatz über die Vertikalprofile atmosphärischer Parameter (wie Temperatur, Feuchte und Wind) ist für Wissenschaftler von herausragendem Wert. Im Laufe der Zeit hielten neue Messverfahren und Technologien Einzug, doch die Kernaufgabe des Observatoriums bleibt unverändert die Vertikalsondierung der Atmosphäre. Das MOL-RAO steht exemplarisch für den hohen wissenschaftlichen Anspruch des Deutschen Wetterdienstes. Um diesem nachhaltig gerecht zu werden, hält der DWD sein Messnetzwerk mit Bedacht in Stand, ergänzt und erneuert es laufend.

Wegbegleiter und Partner

Als einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von Umweltmesstechnik ist OTT HydroMet seit Jahrzehnten Wegbegleiter und enger Partner des DWD. Das Portfolio von OTT HydroMet umfasst unter anderem Sensoren seiner Marken Kipp & Zonen, Lufft und OTT – viele davon gelten als Referenz in ihrem jeweiligen Anwendungsbereich. Nur drei Beispiele von vielen: So ist das Weltklasse-Pyranometer Kipp & Zonen CMP22 Standard zur Messung der globalen Sonnenstrahlung im Bodenmessnetz. Der Ultraschallwindmesser Lufft Ventus trotzt Salzwasser und anderen Herausforderungen auf hoher See. Etwa jeweils über 100 Ceilometer der Typen Lufft CHM15k und CHM8k sind in Netzwerken des DWD im Einsatz. Am MOL-RAO machen Instrumente von OTT HydroMet einen wesentlichen Teil der „Lindenberger Säule“ aus, wie der DWD seine ausgereifte Kombination von Bodenbeobachtungen, aerologischen Messungen sowie aktiven und passiven Fernerkundungsmethoden nennt. Neben Pyranometern, Pyrgeometern und Sonnen-Trackern der Marke Kipp & Zonen nutzen die Lindenberger Forscher auch mehrere Generationen des Brewer Spectrophotometers, dem Referenzsensor für Messungen von Ozon, Stickstoffdioxid und UV-Spektren in der Atmosphäre. OTT HydroMet gratuliert herzlich zu 70 Jahren DWD und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit, um die klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu beobachten, zu verstehen und zu meistern.

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