Diese Verbesserungen bringt das neue SDI-12 Update mit sich

Entwicklungsnews zum SDI-12 Protokoll, dessen neueste Version nun für Lufft UMB-Sensoren zur Verfügung steht.

Zahlreiche Lufft Wettersensoren stellen zur Kommunikation neben dem eigenen UMB-Protokoll auch das amerikanische Protokoll SDI-12 zur Verfügung.

Für dieses Protokoll gibt es von diversen Herstellern Logger für die Datenerfassung und -vermittlung, z.B. von OTT und Adcon.

Der Standard SDI12 erfuhr im Juli 2016 ein Update auf die Version 1.4.

Mit der bis dahin aktuellen Version 1.3 war es nicht möglich, ohne das aktuelle Sensor-Handbuch die ausgegebenen Zahlenwerte einem Messwert zuzuordnen.

Ein Beispiel, wie die Werte über das SDI-12 Protokoll ausgegeben wurden war:
0+13.5+85.7+1017.0+2.5+3.7

Hier kann man erraten, dass es sich bei den 1017.0 wohl um den Luftdruck in hPa handelt. Bei den anderen Werten wird das Raten schon schwieriger (Auflösung: Lufttemperatur °C, relative Luftfeuchte %, Luftdruck, Windgeschwindigkeit Mittel und Spitze in m/s).

Im fortlaufenden Betrieb ist das zunächst einmal kein großes Problem. Seitens des Empfangs-Datenloggers wird die Zuordnung der Position zum Messwert während der Inbetriebnahme auf der Grundlage des Sensorhandbuchs konfiguriert. Von da an geschieht die Zuordnung automatisch.

Interessant wird es, wenn bei der Weiterentwicklung eines Sensors neue Messwerte hinzukommen. Da SDI-12 nur eine begrenzte Anzahl von Abfrage-Befehlen erlaubt, ist es in diesem Fall öfter erforderlich einen bestehenden Datensatz zu erweitern. Dies kann unter der alten SDI-12-Version (V1.3) leicht dazu führen, dass im Datenlogger unbemerkt ein Versatz mit falscher Zuordnung der Daten auftritt, weil versäumt wurde bei einem Firmware-Update auch die neue Handbuchversion zu studieren.

Die neue SDI12 v1.4 geht dieses Problem an, indem neue Befehle definiert wurden, die es erlauben für jede Position in den Daten-Nachrichten Informationen zur Art des Messwertes abzufragen.

Als Beispiel nehmen wir hier den ersten Messwert des obigem Datensatzes, der nun als „0,TA,C,cur“ ausgegeben wird. Dies bedeutet:

  • TA  ist ein Acronym für Temperature Air (Luftemperatur)
  • C  steht für °C
  • und cur für den Momentanwert.

Damit kann der Datenlogger in die Lage gebracht werden, die empfangenen Daten automatisch zuzuordnen, oder zumindest die bestehende Konfiguration regelmäßig, z.B bei jedem Neustart der Kommunikation, zu überprüfen.

SDI12 v1.4 steht zunächst für neuere Lufft-Geräte, die auf dem aktuellen Stand der Firmware-Architektur aufbauen, zur Verfügung. Hervorzuheben sind hier WS100 und SHM31.

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