Mobiler Sensor MARWIS auf immer mehr Flughäfen im Einsatz

In den letzten Wochen gingen mehrere neue Erfolgsgeschichten des mobilen Sensors MARWIS bei uns ein. Besonders in Luftfahrt-Anwendungen etabliert er sich immer mehr. Und die Vorteile des Sensors liegen auf der Hand…

Knapp 4 Jahre nach Produktanlauf wurde der mobile Sensor MARWIS weltweit auf Herz und Nieren geprüft. Nun ist er bereit, wichtige Projekte zu übernehmen. Hierbei hat sich herauskristallisiert, dass besonders Flughäfen vom flexibel und einfach handhabbaren mobilen Sensor profitieren. Die erfassten Messwerte liefern wichtige Informationen über Runway-Zustände mithilfe derer die Bremswege von landenden Flugzeugen berechnet werden. Zudem lässt sich mithilfe des MARWIS der Winterdienst deutlich effizienter gestalten und erspart wertvolle Zeit und Resourcen.

Zwei neue Anwender des MARWIS sind der Flughafen in Eindhoven in den Niederlanden sowie Flughafen „Faa’a“ in Tahiti. In den Niederlanden hilft er dabei, die Rollfelder selbst unter extrem winterlichen Bedingungen mit Schnee und Eis befahrbar zu halten während er im tropischen Tahiti für die Erfassung von Wasserfilmhöhen, die zu Aquaplaning führen können, zuständig ist.

Mehr über den MARWIS in Tahiti

Der nach dem Ort benannte Faa’a Airport, ist der internationale Flughafen von Französisch-Polynesien auf der Insel Tahiti. Er befindet sich an der Küste 5 km südwestlich von Papeete, der Hauptstadt Französisch-Polynesiens. Der Platz is recht begrenzt, weshalb er über nur eine einzige Landebahn mit einer Länge von 3.420 m verfügt. Hier können Flugzeuge mit einer maximalen Größe einer Boeing 747 oder eines Airbus A380 landen.

Zwischen Dezember und Februar befindet sich Tahiti in der Regenzeit, in der es zu erhöhten Wasserfilmen auf den Fahrbahnen kommen kann. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, die Wasserfilmhöhen zu beobachten um Flugzeuge davor zu bewahren auf dem Wasser auszurutschen.

Mehr über MARWIS auf dem Flughafen in Eindhoven

Im Januar 2019 war der Flughafen Eindhoven von Schneestürmen geplagt. Die niederländische Luftwaffe hatte daher jede Menge zu tun, um die Start- und Landebahn passabel zu halten. Hierbei kam ihnen der mobile Sensor MARWIS zur Hilfe. Er befindet sich dort zwar noch in einer Testphase, lieferte bisher aber stets zufriedenstellende Resultate.

An besonders betroffenen Tagen checkt das Sicherheitspersonal die Reibung der Start- und Landebahn jede halbe Stunde. Bei ausreichender Reibung, kann sie normal für Starts genutzt werden.

Eine der Testfahrten im Rahmen eines Interviews mit dem Airfield Manager ist auch als Video auf der Website von „The Algemeen Dagblad“ oder „AD“ – einer niederländischen Zeitung mit Sitz in Rotterdam – verfügbar. Hier sieht man besonders schön, wie winterlich die Verhältnisse am Tag der Aufnahme waren!

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