Vier Deponien mit neuer Messtechnik ausgestattet

Vor kurzem wurden vier regionale Mülldeponien mit neuer UMB-Technik von Lufft ausgestattet. Dabei wurden unter anderem alte Modems durch neue ersetzt um schnellere Datenverbindungen und höhere Sicherheit zu gewährleisten. Was noch alles zum Einsatz kam und was gemessen wird, steht hier im Blogbeitrag…

Messtechnik  Deponien

Laut Deponieverordnung sind die Betreiber von Deponien für z.B. Haus- und Gewerbemüll oder Bauschutt den zuständigen Behörden gegenüber verpflichtet, neben verschiedenen Umweltdaten wie Grundwasser- und Emissionsdaten auch meteorologische Daten zu erfassen und aufzubewahren. Hierzu gehören Informationen über Verdunstung, die aus Feuchte, Strahlung und Wind berechnet wird und Auskunft darüber gibt, wie viel Wasser versickert und wie viel verdunstet. Weitere wichtige Größen sind die Windrichtung und –Geschwindigkeit, die nicht nur Informationen über die mögliche Geruchsverbreitung liefern sondern auch Auskunft über die Sturmsicherheit der Schutzfolie, die die Erdauffüllung der Abfallflächen bedeckt, gibt. Außerdem muss der Niederschlag als Hinweis für das zu erwartende Sickerwasser gemessen werden.

Die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) ist bereits seit 20 Jahren Lufft-Kunde und stattet seitdem drei Deponien mit unseren Wettersensoren aus. Die erste Wetterstation, die auf den Deponien Froschgraben, Burghof und Lemberg installiert wurde, war die IS10 – die erste elektronische Umwelt-Wetterstation von Lufft. Diese wurde Jahre später durch den Datenlogger OPUS200 ersetzt, der den zwischenzeitlich entwickelten OPUS2-Datenlogger ablöste. Diese alte Station transferierte die Daten noch per Telefonmodem an einen lokalen Rechner, der diese wiederum per Remotezugriff an die AVL-Datenzentrale übermittelte. Da die Modems veralteten, waren sie nicht nur umständlich in der Handhabung sondern stellten bald auch ein Sicherheitsrisiko dar, da Messdaten u.U. verloren gehen konnten.

Vor kurzem wurden auf allen drei Deponien der AVL neue Lufft UMB-Stationen (u.a. WS502-UMB, WS302-UMB und WS200-UMB) mit beheizten Regensensoren aufgebaut. Bei diesen neuen Stationen ist die Datenübertragung die mithilfe einer RTU (Remote Transfer Unit) von ADCON einfach und sicher: Die Messdaten werden per GPRS an eine Art Cloud übermittelt, von der aus die Zentrale problemlos darauf zugreifen kann. Die Sinekom GmbH, der lokale Adcon-Vertreter mit eigenem Server, kümmert sich um das Hosting der Messdaten, d.h. Visualisierung in einem Web-Portal und regelmäßige Übertragung auf den Kundenserver. Bei den neuen UMB-Stationen muss der Betreiber nun nur noch für eine gelegentliche Reinigung sorgen und spart sich die Aufwände für die Datenübertragung und die Softwarepflege.

Auf der Deponie der Tochtergesellschaft Hamberg Deponie-Gesellschaft mbH bei Maulbronn wurde bereits zuvor eine neue Wetterstation gesucht, die die bislang eingesetzten Sensoren eines anderen Herstellers ersetzen sollten. Die Entscheidung fiel auf die Lufft WS302-UMB zusammen mit dem Lambrecht-Regensensor, die im März 2014 installiert wurden. Die Daten werden per SDI-12-Protokoll auf eine RTU-Einheit (Remote Terminal Unit) der Firma Adcon übertragen und per GPRS auf eine ADCON-Messdatenzentrale gesendet. Die Visualisierung erfolgt auf der ADCON-Web-Oberfläche addVANTAGE PRO, wie im eingefügten Screenshot zu erkennen ist.

Auch die Deponien Ramsklinge und Blumentobel des Abfallwirtschaftsbetriebs in Esslingen sind seit November 2013 vom OPUS2 Datenlogger auf die UMB-Technik umgerüstet: Dort liefert nun eine Lufft WS200-UMB sowie eine WS300-UMB und ein bereits bestehender-Regensensor alle wichtigen Daten. Per Modbus-Protokoll und mithilfe eines VPN-Gateways vom Dienstleister pmTechnik sendet der Sensor die Daten an das Landratsamt Esslingen. Dieses nutzt eine individuelle Lösung zum Speichern und Auswerten der Daten, was durch das Modbus-Protokoll kein Problem darstellt.

Die geschilderten Anwendungsbeispiele zeigen, wie durch die große Bandbreite der UMB-Sensormatrix, die Verwendung offener Kommunikationsprotokolle und die Einbeziehung kompetenter Kooperationspartner die individuell höchst unterschiedlichen Kundenanforderungen erfüllt werden konnten.

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