Was hat die Wasserversorgung Wiens mit der Schneehöhe der Alpen zu tun?

Die Wasserversorgung der Stadt Wien stammt aus Hochquellwasserleitungen der niederösterreichisch-steirischen Alpen. Hierbei spielt die Schneehöhen-Messung eine große Rolle. Warum das so ist und wie sie überwacht wird, erfahren Sie hier…

Viel Schnee, wenig Messstationen

Wo der meiste Schnee fällt, nämlich im schwer zugänglichen Gebirge, gibt es die wenigsten Messstationen. Bis zu 50 Prozent des Jahresniederschlags dürften beispielsweise in den Österreichischen Alpen Schnee sein, schätzen Experten. Abgesehen von einzelnen Bergstationen stehen viele Messeinrichtungen in den Talböden und zeichnen dort im Minutentakt die Niederschläge auf.

Eine exakte Einschätzung des Niederschlags auch im alpinen Gebiet ist nicht nur für Wettermodelle wichtig. Von besseren Messungen und Vorhersagen könnten auch Straßenräumung, Lawinenwarnung oder Hochwasserwarnsysteme profitieren. Und auch Pistenbetreiber und die Wasserwirtschaft brauchen genaue Angaben zum Niederschlag.

Schneehöhe – ein wichtiger Parameter für die Wasserversorgung

Eine wesentliche Information für die Wasserwirtschaft ist der jeweils aktuelle Wassergehalt der Gesamtschneedecke – auch Wasseräquivalent genannt, da durch Schneeschmelze, ggf. in Verbindung mit einem Regenereignis, große Wassermengen abflusswirksam und Winterhochwasser ausgelöst werden können. Die Wassergehalte der Schneedecken werden durch die punktuellen Schneeregistrierungen in den Messnetzen gewonnen, fließen in die Modelle mit ein und werden auch in den Schneeschmelzvorhersagemodellen berechnet. Je nach Schneeart und Durchfeuchtung kann der Wassergehalt einer Schneedecke stark schwanken. Zum Beispiel kann der Wassergehalt einer 10 cm mächtigen Schneedecke zwischen 10 mm (Pulverschnee) und 50 mm (nasser Altschnee) betragen.

Schneehöhenmessung am Beispiel der Wiener Wasserversorgung

Das Wiener Wasser kommt meist ausschließlich über Hochquellwasserleitungen aus den niederösterreichisch-steirischen Alpen. Die möglichst exakte Messung der Schneehöhe im alpinen Gebiet ist daher von besonderer Bedeutung.
Die Messung sollte möglichst automatisch und ohne erheblichen Wartungsaufwand erfolgen. In einer Teststellung wurde evaluiert, welche automatischen Messverfahren zur Schneehöhenmessung am besten geeignet sind. Im Test wurde ein Ultraschall-Schneehöhensensor mit dem Lufft Laser-Schneehöhenmesser SHM31 verglichen.
Die größte Schwäche des Ultraschall-Verfahrens ist die Beeinflussung von Temperaturschwankungen auf die Messergebnisse, was anhand der Messergebnisse schnell festgestellt werden konnte. Die Ergebnisse des Laser-Schneehöhensensors hingegen waren plausibel und glaubwürdig. Der Wiener Wasserversorger setzt daher zukünftig auf unsere Laser-Messtechnologie!

Ultraschall vs. Laser-Technologie zur Schneehöhenmessung

Sie möchten mehr über die allgemeinen Vor- und Nachteile der verschiedenen Messverfahren zur Schneehöhenmessung erfahren? Wir haben beide Technologien verglichen!

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