Erste Bahnlärm-Messstation im Ländle

Mit zunehmendem Personen- und Güterverkehr ist die Stärkung des Schienenverkehrs ein wichtiges Thema. Für eine nachhaltige Mobilität ist dabei eine Reduzierung der Lärmbelästigung nötig und anzustreben. Wie dies gemessen wird erfahren Sie im folgenden Beitrag…

Mit zunehmendem Personen- und Güterverkehr ist die Stärkung des Schienenverkehrs ein wichtiges Thema. Für eine nachhaltige Mobilität ist dabei eine Reduzierung der Lärmbelästigung nötig und anzustreben.

Einig sind sich alle Beteiligten mit dem Satz:

Mehr Verkehr auf die Schiene, aber leise.

In Baden-Württemberg gibt es daher seit neustem, neben zwei Messstationen für Straßenlärm, die erste Station für Schienenverkehrslärm in der Nähe von Achern-Önsbach:

Um die Entwicklung des Bahnlärms qualifiziert beobachten und bewerten zu können, hat das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg eine Bahnlärmmessstation beauftragt. Die LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz) und die Firma DRALLE Systementwicklungen realisierten dieses Projekt auch in enger Kooperation mit der Deutschen Bahn. Das System wurde an der hochfrequentierten viergleisigen Rheintalbahn (Karlsruhe–Basel) bei Achern-Önsbach eingerichtet.

Die Station arbeitet vollautomatisch und kontinuierlich mit jeweils einem Mikrofon auf jeder Gleisseite. Dauermesswerte und Schallpegelwerte aller Zugfahrten werden in Echtzeit auf der Webseite des Betreibers veröffentlicht. Immer aktuell sind auch Stundenpegel sowie Tages- und Nachtpegel.

Zusätzlich finden Langzeitstudien und deren Veröffentlichung statt.

Rein technisch muss dafür ein hoher Aufwand betrieben werden. Hochgenaue Messtechnik, die jeder Witterung Stand hält, aber langzeitstabil und wartungsarm ist. Für Firma DRALLE ist es das zehnte System dieser Art im Rahmen einer Entwicklung von fünf Jahren.

Messverfahren und Auswertung entsprechen DIN-EN-ISO-3095, in der auch eine Reihe an Randbedingungen vorgegeben wird. Neben Anforderungen an den Standort, den Aufbau und an die eingesetzten Messgeräte ist das Ziel die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Mit zunehmender Genauigkeit der Schallmesstechnik (Klasse 1, geeicht) ist die Beschreibung der Klima-Situation erforderlich. Durch den Einsatz von Lufft-Wettersensoren wie dem WS600 kann eine Vielzahl an Parametern mit nur einem kompakten Gerät gemessen werden.

Im Grenzfall ist die Lärmmessung sogar ungültig bei

  • Temperaturen kleiner 0.0 °C
  • Regen- oder Schneefall
  • Windgeschwindigkeiten größer 5.0 Meter pro Sekunde

 

Video-Dokumentation:

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