MARWIS – geprüft und für gut befunden

Bald startet der Verkauf der ersten MARWIS. In diesem Zusammenhang finden momentan die letzten Tests sowohl im Labor als auch draußen auf der Straße statt. In diesem Blogbeitrag berichtet unsere Entwicklung darüber, wie sich der neue Sensor dabei anstellt…

winter road kichigin19 - Fotolia

Photo-Credit: kichigin19 – Fotolia.com

Da die Produktion des neuen mobilen Straßensensors MARWIS von Lufft ab Herbst 2014 starten wird, befindet sich dieser inzwischen in der letzten Testphase. Nach ausgiebigen Laborversuchen findet derzeit die Erprobung direkt am Fahrzeug statt. Hunderte Test-Kilometer legten wir bereits bei Messfahrten mit dem Testfahrzeug zurück. Diese fanden sowohl innerorts als auch auf Landstraßen und Autobahnen statt. Dabei achteten wir besonders darauf, unterschiedliche Geschwindigkeiten sowie verschiedene Fahrbahnzustände abzudecken. Bisher absolvierte der MARWIS Testfahrten auf trockenen, feuchten und nassen Straßen und schnitt dabei tadellos ab. Die verschiedenen Asphalt- und Betonsorten, von denen es allein in Deutschland hunderte gibt, waren kein Problem. Besonders wichtig war dem verantwortlichen Lufft-Team der Test auf nassen Straßen, mit hohen Wasserfilmen. Daher waren wir fast dankbar über die immer wieder auftauchenden örtlichen Regenschauer.

Diese Fahrten wurden nicht nur per Video festgehalten sondern auch mithilfe eines GPS-Moduls aufgezeichnet, analysiert und ausgewertet. Hierfür entwickelte das verantwortliche Lufft-Team eine eigene Testsoftware, die während der Fahrt alle sensorinternen Daten aufzeichnet und verarbeitet. So kann direkt am Computer ausgemacht werden, wo sich der Sensor zu welchem Zeitpunkt befindet und mit welcher Geschwindigkeit sich das „MARWIS-Mobil“ bewegt. Alle Daten werden mit der internen Messrate protokolliert. Durch diese Maßnahmen können wir eine ausführliche Verifizierung und Bewertung der Messreihen vornehmen und parallel dazu die Datenübertragung und SmartView3-Server testen.

Sehr positiv ist auch die Ermittlung der Schutzart durch den TÜV Süd ausgefallen, denn MARWIS erreichte IP68. Das heißt, dass MARWIS staub- und, in mindestens einem Meter Tiefe, wasserdicht ist und bleibt. Gute Ergebnisse erzielte er auch beim Rütteltest und beim Test auf  elektromagnetische Verträglichkeit (Ausschluss elektromagnetischer Störungen).

„Jetzt freuen wir uns bereits auf den Wintereinbruch“, so Geschäftsführer Axel Schmitz-Hübsch, „hier kann der MARWIS endlich zeigen, wie gut er bei Schnee und Eis auf echten Winterstraßen arbeitet.“

 

Karli Informationen zum Autor:
Mein Name ist Karlheinz Woschée und ich war von 2013 bis 2015 bei Lufft als Embedded Software-Entwickler tätig, nachdem ich schon bei anderen namhaften Messtechnik-Herstellern einschlägige Berufserfahrung gesammelt hatte. Bei Lufft war die Mitwirkung bei der MARWIS-Geräteentwicklung mein größtes Projekt. Dabei war ich nämlich u.a. für die Integration der Mess-Algorithmen und umfassende Versuchsreihen zuständig.

Das könnte Sie auch interessieren

Lernen Sie die Referenten kennen: AQUARIUS Messdaten-Managementsystem

Für das AQUARIUS Einführungs-Webinar „AQUARIUS Messdatenmanagementsystem“ am Mittwoch, 29. September, haben wir uns viel vorgenommen, das gilt vor allem für unsere Referenten. Wir haben uns mit ihnen unterhalten, um zu...
Hydrologie
Kontrollwagen auf dem Hamburg Airport

Hamburg Airport erfüllt höchsten Sicherheitsstandard ICAO GRF dank System von OTT HydroMet

Eine neue Richtlinie vereinheitlicht die Bewertung des Pistenzustands an Flughäfen. Das internationale Global Reporting Format (ICAO GRF) hilft Piloten dabei, die Bedingungen auf der Rollbahn besser einschätzen zu können. Als...
Meteorologie

IoT: Neues Node-RED-Modul für UMB-Wettersensoren

Das Internet der Dinge (IoT) vernetzt Geräte miteinander und ermöglicht automatisierte Prozesse für eine Vielzahl von Anwendungen. In der Umweltüberwachung können so Sensoren leicht in Systeme zur Information oder Frühwarnung...
Meteorologie