Fünf Gründe, warum die Überwachung des CO2-Gehalts eine gute Idee ist

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist seit einigen Jahren aufgrund des Klimawandels und der aktuellen Regierungspolitik ein heikles Thema. Abgesehen davon ist die Kontrolle und Überwachung des CO2-Levels im Innenbereich grundsätzlich ratsam, da er sich auf unsere Sicherheit, Gesundheit und sogar Energieeffizienz auswirken kann. Im Folgenden finden Sie 5 gute Gründe, warum Sie CO2-Werte in Räumen überwachen sollten.

1: CO2 kann sich in schlecht gelüfteten Räumen sehr schnell ausbreiten

Kohlenstoffdioxid-Werte können in schlecht gelüfteten Büros und Klassenzimmern sehr schnell ansteigen. Beispielsweise kann in einem 3,5 bis 4 Quadratmeter großen geschlossenen Raum mit einer einzigen Person der CO2-Gehalt in nur 45 Minuten von 500 ppm auf über 1000 ppm ansteigen.

2: Erhöhte CO2-Werte beeinflussen unsere Konzentrationsfähigkeit

In einer aktuellen Studie der Harvard School of Public Health stellte sich heraus, dass Kohlendioxid eine direkte, negative Auswirkungen auf die menschliche Konzentrationsfähigkeit hat. Diese Auswirkungen wurden v.a. bei CO2-Levels beobachtet, denen wir häufig in Klassenzimmern, Büros und Häusern ausgesetzt sind.

3: Kohlenstoffdioxid kann tödlich sein

Außenluft hat üblicherweise eine CO2-Konzentration von etwa 400 ppm. Ein menschlicher Atemzug enthält etwa 30.000 ppm. Kohlendioxidkonzentrationen von mehr als 20.000 ppm können zu Husten führen. Konzentrationen von über 100.000 ppm rufen Bewusstlosigkeit und Zittern hervor. Werte von mehr als 250.000 ppm werden zur tödlichen Gefahr, da sich die hohen Konzentrationen im Körper entweder wie Gift verhalten oder den Sauerstoff aus der Blutbahn verdrängen.

4: CO2 verringert die Produktivität

Im Klassenzimmer oder im Büro entstehen nicht selten erhöhte Kohlendioxidgehalte im Bereich zwischen 1.000 ppm und 2.500 ppm. Kein Wunder, dass viele unter Kopfschmerzen oder Konzentrationsströrungen leiden. Denn „Dicke Luft“ senkt die Leistungsfähigkeit im Allgemeinen, was mit einer Verringerung der Produktivität einhergeht.

5: Überwachung von Kohlendioxid zugunsten der Energieeffizienz

In immer mehr Büros, Klassenzimmern und anderen Räumlichkeiten gibt es bedarfsgesteuerte Belüftungsanlagen (DCV). Dabei handelt es sich um Anlagen, die unter der Annahme einer maximalen Raumbelegungsrate automatisch in regelmäßigen Abständen lüften. Die Raum-Belegung ist jedoch meist nicht kontinuierlich und unvorhersehbar, was zu Energie-Ineffizienzen durch Überbelüftung führen kann. Berücksichtigen Belüftungsanlagen aber zusätzlich den Kohlenstoffdioxid-Gehalt, kann der Schwellwert auf etwa 800 ppm eingestellt werden und reagiert nur dann, wenn tatsächlich frische Luft benötigt wird. Dadurch sparen Anwender dieser Methode bis zu 80% Energiekosten im Vergleich zu einer Belüftungs-Anlage, die den Kohlendioxid-Gehalt nicht berücksichtigt.

Wie viel CO2 ist zu viel?

Die geltenden gesundheitsbezogenen Lüftungsleitlinien geben vor, dass der CO2-Gehalt in Räumen die Außenkonzentration um nicht mehr als etwa 650 ppm überschreiten sollte. Sie können sich aber auch am ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers) Standard 62.1 orientieren: Dieser gibt an, dass ein für ein optimales Raumklima das Kohlendioxid-Level maximal 1030 ppm betragen sollte.

Kohlenstoffdioxid (CO2) zählt zu den Treibhausgasen. Ein wachsender CO2-Gehalt in der Atmosphäre trägt zur Erwärmung der Erde bei. Welche Auswirkungen das aufs Klima und das Wetter haben kann, lesen Sie im weiterführenden Artikel über die steigende Anzahl von Naturkatastrophen.

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