Die Sonne – Zeitmesser, Lebensspender, Energiequelle

Die Sonne hat für den Menschen seit jeher eine herausragende Bedeutung. Einmal davon abgesehen, dass die Sonne für die Photosynthese und damit für das Leben auf dem Planeten Erde im Ganzen eine herausragende Rolle spielt, wurde sie schon früh von den Menschen als Grundlage für Bemessungen genutzt.

(Foto-Credit: Ivonne Wierink von Fotolia.com)

Die Sonne hat für den Menschen seit jeher eine herausragende Bedeutung. Einmal davon abgesehen, dass die Sonne für die Photosynthese und damit für das Leben auf dem Planeten Erde im Ganzen eine herausragende Rolle spielt, wurde sie schon früh von den Menschen als Grundlage für Bemessungen genutzt.

Bereits 2500 v. Chr. tauchten die ersten Sonnenuhren in China auf. Dabei handelte es sich im Grunde nur um Stäbe, die senkrecht in den Boden gesteckt wurden und deren Schattenlänge grobe Rückschlüsse auf die Zeit zuließ. Knapp zweitausend Jahre später erreichten diese frühen Sonnenuhren dann Griechenland. Der „Schattenstab“ wurde dort Gnomon genannt, was übersetzt „Erkenner der Zeit“ bedeutet. Die Gnomonik steht im Übrigen noch heute für die Lehre von den Sonnenuhren.

Die Zeit in „Füßen“ messen

Die erste mobile Uhr war der eigene Körper. Man nutze den selbsterzeugten Schattenwurf, um die Zeit zu ermitteln. Die Länge des eigenen Schattens wurde mit den Füßen gemessen. Zur Bemessung der Zeit wurden dann sogenannte Stundentafeln herangezogen, die auf einer Körperlänge von sieben Fuß basierten. Zum Essen wurde man also auf eine bestimmte Fußlänge eingeladen. Abhängig davon, wie groß die Füße des Messenden waren, konnte die Zeit allerdings deutlich variieren. Dennoch, diese „Genauigkeit“ reichte damals vollkommen aus.

Die ersten „genauen“ Sonnenuhren

Im Mittelalter setzten sich in Europa die Gebetsuhren durch. Geistliche in Kirchen und Klöstern brauchten für den geregelten Gang ihrer Offizien ein Zeitmaß. Hierbei spielte die genaue Uhrzeit keine Rolle, dafür aber die Gleichmäßigkeit der Zeitabschnitte. Einen großen Schritt machte die Sonnenuhr zur Zeit der Renaissance. Man begann den Schattenwerfer parallel zur Erdachse in Richtung des Himmelspols auszurichten. Dieser sogenannte Polstab bildete mit der Horizontebene des Aufstellungsortes einen Winkel, der der geografischen Breite entsprach. Das besondere daran: Nun hing die Zeitanzeige nur von der Richtung des Schattens ab und wurde nicht mehr durch die jahreszeitlich veränderliche Höhe der Sonne beeinflusst. So konnte man fortan eine Zeitskala verwenden, die das ganze Jahr über galt.

Die Intensität der Sonne

Heute nutzen wir Sonnenuhren nur noch als dekorative Accessoires in repräsentativen Räumen oder Gärten. Aber immer noch messen wir die Sonne. Doch weit wichtiger als der bloße Verlauf ist die Intensität ihrer Strahlung. Dies gilt insbesondere für Photovoltaikanlagen, die entweder von Privatpersonen auf Dächern von Wohnhäusern oder landwirtschaftlichen Gebäuden aufgestellt werden, oder aber in Form von Solarkraftwerken überall entstehen. Denn auch, wenn die Sonne immer da ist, so ist ihre Strahlung nicht immer gleich intensiv und nicht jeder Winkel auf unserem Planeten profitiert gleichermaßen stark von ihrer Strahlkraft.

Die Sonne als Kraftwerk

Wer gerade eine Photovoltaikanlage plant, ist gut beraten, im Vorfeld zu prüfen, ob der geplante Standort auch geeignet ist, um dort die gewünschte Menge Strom zu erzeugen. Ist die Anlage installiert, muss zudem sichergestellt werden, dass sie extremen Wetterbedingungen standhalten kann. Lufft kann hier Planer und Betreiber von Solaranlagen mit entsprechenden Messinstrumenten unterstützen. Umweltsensorik hilft die Panels im Betrieb zu schützen. So werden diese bei der Gefahr von Stürmen flachgelegt. Mit Pyranometern, die in derselben Neigung wie das Solarpanel installiert sind kann zudem der Wirkungsgrad von Solar-Anlagen errechnet werden. Das Gute dabei: Lufft Messgeräte sind um ein Vielfaches genauer, als es die besten Sonnenuhren je waren.

 

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