Die neue Benutzer- und die „Client-Server“-Verwaltung von SmartGraph3

Die SmartGraph Software ermöglicht es Industriekunden Messdaten einfach auszuwerten und wird gratis mit den Lufft-Produkten geliefert. Mit der seit Dezember 2014 erhältlichen Version 3.0.0 wurden die  zwei pratkische und arbeitserleichternde neue Funktionen eingeführt: die „Benutzerverwaltung“ und die „Client Server Installation“. Beide sind prinzipiell völlig unabhängig voneinander, können aber natürlich auch gemeinsam verwendet werden. Unser IT-Partner Peter Rau (Informatik Werkstatt GmbH) hat für Sie alle neuen Funktionen und Möglichkeiten im folgenden Blogbeitrag leicht verständlich zusammengefasst.

SmartGraph_Netzwerk_Vege

Foto-Quelle: Vege, Fotolia.com

Client/Server
Die (optionale) Aufteilung des Programmes in eine „Client“ (=Benutzeroberfläche) und „Server“ (=Hintergrundverarbeitung) Komponente wird beim Setup des Programmes festgelegt. Folgende Funktionen gehören hier zur „Hintergrundverarbeitung“:

  • Die Kommunikation mit den angeschlossenen Geräten (TCP/IP, USB, Seriell)
  • Die Speicherung der Messdaten („Datenbank“).
  • Die Speicherung der Protokoll-Datei
  • Die Smartgraph3 API Schnittstelle
  • Die Daten für die (optionale) Benutzerverwaltung

Die „Client“ Komponente umfasst also nur die graphische Benutzeroberfläche (und die dazu gehörenden Einstellungen). Wird die Hintergrundverarbeitung als eigene Komponente installiert, erfolgt die Kommunikation zwischen der Benutzeroberfläche und der Hintergrundverarbeitung über einen TCP/IP „Socket“. Bei der Installation von SmartGraph3 kann ausgewählt werden, wie die „Hintergrundverarbeitung“ (Background Processing) für das Programm installiert werden soll. Dabei gibt es folgende Optionen zur Auswahl:

  • Program internal: die Hintergrundverarbeitung findet „im Programm integriert“ statt – d.h. das Verhalten entspricht den früheren Versionen von SmartGraph3. Es gibt keine Auftrennung in Client (= Benutzeroberfläche) und Server/Service (=Hintergrundverarbeitung).
  • Service on this PC: die Hintergrundverarbeitung wird als – von der Benutzeroberfläche unabhängiger – Service auf dem lokalen PC installiert. Der TCP-Port für die Kommunikation zwischen Client/ Benutzeroberfläche und Server/ Hintergrundverabeitung kann ggf. geändert werden.
  • Service on a server: die Hintergrundverarbeitung läuft auf einem anderen PC/Server. SmartGraph3 muss dafür zuerst auf diesem PC/Server mit der Option „Background processing = service on this PC“ installiert worden sein

Statt „localhost“ (das wäre der lokale PC) wird hier die IP Adresse oder der Name des Servers eingetragen. Zu beachten ist dabei, dass in diesem Fall auch die Kommunikation via USB angeschlossenen Geräten ausschließlich über den „Server“ erfolgt, d.h. Geräte die via USB an den „Client“ PC angeschlossen werden, werden von der Software hier nicht mehr erkannt. Prinzipiell können mehrere „Client“ PCs auf einen „Server“ zugreifen. Wird die Hintergrundverarbeitung als „Service“ (lokal oder auf einem Server) betrieben, hat das prinzipielle Auswirkungen auf das Verhalten des Programmes. Läuft die Hintergrundverarbeitung „Programm-Intern“, sind die Funktionen (natürlich) nur aktiv wenn das Programm selbst gestartet ist (d.h. die Benutzeroberfläche sichtbar ist). Ist die Hintergrundverarbeitung als „Service“ (auf dem lokalen PC oder auf einem Server) installiert, wird dies unabhängig von der Benutzeroberfläche, oder auch unabhängig davon dass überhaupt ein Benutzer am PC angemeldet ist, automatisch ausgeführt wenn der PC/Server läuft. Insbesondere erfolgt hier dann eine ggf. konfigurierte „Automatische Abfrage“ von Geräten als Teil der Hintergrundverarbeitung sobald/solange der PC läuft, unabhängig davon ob ein Benutzer angemeldet, oder eine „Benutzeroberfläche“ (SmartGraph3-Programm) gestartet wurde.

Benutzerverwaltung
Die Benutzerverwaltung kann (unabhängig davon ob die Hintergrundverarbeitung als Service installiert wurde) jederzeit über den Menüpunkt „Einstellungen/Benutzer“ aktiviert werden. Wird dieser Menüpunkt das erste Mal aufgerufen, wird der Anwender gefragt, ob die Benutzerverwaltung aktiviert/initialisiert werden soll. Wird dies mit „Ja“ beantwortet, müssen zuerst die Zugangsdaten für den Administrator-Benutzer eingegeben werden: Der Name kann ggf. geändert werden. Ein Passwort muss konfiguriert werden. Die E-Mail Adresse ist derzeit rein informativ. Wird der Menüpunkt nach Anlegen des „Administrator“ Benutzers wieder geöffnet, können weitere Benutzer angelegt (und ggf. auch wieder gelöscht) werden.

Folgende „Rollen“ können einem Benutzer zugewiesen werden:

  • Administrator: der Benutzer hat alle Rechte im Programm, d.h. kann andere Benutzer anlegen, neue Netzwerkgeräte konfigurieren bzw. Konfigurationsänderungen an den Geräten vornehmen, und die Daten der Geräte einsehen.
  • Geräte-Verwalter: der Benutzer kann keine anderen Benutzer anlegen/löschen, aber kann neue Netzwerkgeräte konfigurieren bzw. Konfigurationsänderungen an den Geräten vornehmen, und die Daten der Geräte einsehen
  • Daten Analyst: der Benutzer kann nur die Daten der Geräte einsehen, aber keine anderen Benutzer anlegen/löschen, und auch keine neuen Netzwerkgeräte konfigurieren oder Konfigurationsänderungen an den Geräten vornehmen.

 

Die SmartGraph3 Software lässt sich unter Lufft.com/de/produkte/Smartgraph herunter laden. Bei Fragen zu den Lufft-Produkten wenden Sie sich am besten an Johannes Hoffmann, ihr Ansprechpartner in Sachen industrielle Messtechnik.

PeterRau Informationen zum Autor:
Mein Name ist Peter Rau. Ich bin Diplom-Ingenieur und seit 1998 betreibe zusammen mit Herrn Ulrich Behrenbeck die Informatik Werkstatt GmbH. Seit 2000 machen wir Software für Lufft – unter anderem Firmware für Handmessgeräte und Steuerungen, sowie SmartView3, SmartGraph3, und die LCom Anwendungssoftware.

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